In diesem Sammelband setzen sich die Autor:innen kritisch mit der heutigen humanitären Arbeit aus Sicht von Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF) auseinander.
Die Organisation wurde 1971 gegründet, um den gefährdetsten Bevölkerungsgruppen in krisengeschüttelten Ländern medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Aus wenigen Dutzend Mitgliedern entstand eine weltweite Bewegung mit über 67 000 Mitarbeitenden und einem Jahresbudget von mehr als zwei Milliarden Euro. In einer sich rasant wandelnden Welt werden jedoch viele der Gründungsprinzipien ebenso wie grundlegenden Annahmen, die der Entstehung der Organisation zugrunde lagen, infrage gestellt. Die Zeit nach COVID ist geprägt von einer Verstärkung bzw. Beschleunigung bereits bestehender Trends, die die Arbeit humanitärer Organisationen vor Herausforderungen stellen: restriktive oder sogar feindselige staatliche Politik, die Präsenz nichtstaatlicher Akteure im Rahmen von Terrorismusbekämpfung und die fragwürdige Einhaltung des humanitären Völkerrechts. Ärzte ohne Grenzen muss sich zudem selbst mit mehreren wichtigen Themen befassen. Es geht darum, Diskriminierung zu bekämpfen, die eigene Haltung im Umgang mit Protestbewegungen in den Einsatzländern zu klären und Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel, der globalen Gesundheitssicherheit sowie dem Schutz von personenbezogenen Daten von Patient:innen anzugehen.
Das Buch vereint Standpunkte von Praktiker:innen, Analyst:innen und Akademiker:innen und ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die in der humanitären Arbeit tätig sind oder mehr darüber erfahren möchten.
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Dieses Buch wurde auch auf Französisch bei Editions Antipodes veröffentlicht.